ZUKUNFTSARBEIT FÜR DIE HALLEN KALK

 

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DAS ELEFANTENTOR

Auf zwölf Metern Höhe sind die Haare der Elefantin höher als das Gebäude in der Dillenburger Straße 65

und ihre Augen verzaubern selbst die Arbeiter der KD Hallen gegenüber.

Passant*innen und Autofahrer*innen fragen sich, was es mit dem diesem neuen Kunstwerk an der Fassade auf sich hat.

Die Elefantin ist ein Schutztier aus der Werkreihe von Bärbel Lange.

Die Künstlerin hat in ihrem Leben erfahren, wie es ist, ungeschützt, wehrlos und ausgeliefert zu sein.

Jeder Mensch hat das Bedürfnis nach Geborgenheit.

Bärbel Langes Schutztiere sind stark und zärtlich, weil sie diese persönliche Erfahrung der Künstlerin in sich tragen.

Die Schutztiere sollen auch das neue Kunsthaus schützen, damit sich hier alle sicher und geborgen fühlen.

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Im Kunsthaus KAT18 hat im Sommer 2020 eine Künstlerresidenz mit Jan Liesegang von raumlaborberlin im Projekt X-SÜD stattgefunden.

raumlaborberlin und das mixed-abled Künstler*-innen-Kollektiv haben darin Ideen entwickelt,

wie erste Aktionen für das neue Kunsthaus im Quartier „Hallen Kalk“ aussehen können.

Die beiden Gruppen wollen gemeinsam das inklusive KUNSTHAUS KALK aufbauen.

Hier sollen Künstler*innen „mit“ und „ohne“ Be_hinderung zusammen arbeiten.

Im selben Quartier soll inklusives Wohnen entstehen.

Das Kunsthaus ist Produktionsstätte mit Ateliers und Werkstätten und einer Akademie als neuer inklusiver Bildungsort.

 

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Der Künstler Nico Randel hat dafür das Wort ZUKUNFTSARBEIT geschaffen und diesem eine besondere Form gegeben.

Es wächst, es atmet, es ist lebendig – ein kraftvolles Wort in seiner Bedeutung und in seiner Gestalt.

ZUKUNFTSARBEIT beschreibt den nunmehr vierjährigen kooperativen Entwicklungsprozess,

der das Ziel hat, in Kalk ein völlig neues Kreativ- und Bildungshaus zu schaffen,

in dem gemeinsames Lernen und Arbeiten von Künstler*innen „mit“ und „ohne“ Be_hinderung gefördert und praktiziert wird.

Die Künstlerin Marleen Rothaus führt den Kunst-Umzug mit einer Performance durch die Straßen von Kalk.

Sie hat Zitate von KAT18-Künstler*innen gesammelt und proklamiert diese laut über ein Megaphon.

Die Gruppe antwortet im Chor im Refrain „Das Kunsthaus kommt nach Kalk!“.

In den Shouts wird eine positive Energie spürbar, die alle gemeinsam erzeugen.

Daraus kann etwas Großes hervorgehen.

So wie aus einer kleinen Bleistiftzeichnung der Künstlerin Bärbel Lange in Kalk an der Dillenburger Straße ein riesiges Elefantentor gewachsen ist.

 

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Fotos: Astrid Piethan

Bei ZUKUNFTSARBEIT haben alle Stellen in der Stadtverwaltung vorbildlich zusammen gearbeitet und zum Gelingen beigetragen:

das Kulturamt mit dem Liegenschaftsamt, mit dem Ordnungsamt und dem Stadtkonservator.

Wir freuen uns auf die kommenden Monate und Wochen, die unter diesem guten Stern stehen!

„Die Zukunpft kann kommen! Sie wird bescheiden und schön.“

So formuliert es Tanja Geiss, auch Künstler*in von X-SÜD.

 

 

ZUKUNFTSARBEIT-AKTEURE:
X-SÜD: Jutta Pöstges, Claudia Hoffmann und Tanja Geiss, Patrick Henkel, Enno Jäkel, Robert Kunstmann, Bärbel Lange, Vera Langer, Janine Müller, Rosanna D’Ortona, Nico Randel, Marleen Rothaus, Cornelius Vogel, u.a.
raumlaborberlin: Jan Liesegang und Lukas Hamilcaro mit Alice Baseian und Luisa Perreira

KUBiST e.V. (Projektträger X-SÜD) ist der Freundeskreis von Kunsthaus KAT18. Der Verein unterstützt ideell und finanziell Künstler*innen mit Beeinträchtigungen. Er setzt sich ein für kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe. Erstes Projekt von KUBiST war die Initiative zur Gründung von Kunsthaus KAT18 und die Unterstützung bei der Planung und der Umsetzung. Im Sinne der UN- Behindertenrechtskonvention möchte KUBiST mit dem Projekt X-SÜD neue inklusive Arbeitsangebote außerhalb von Werkstätten für behinderte Menschen entwickeln.

 

Das Projekt X-SÜD LABOR KALK wird gefördert durch:

Rheinenergie Stiftung Kultur, Stadt Köln Kulturamt, Kämpgen-Stiftung, Aktion Mensch, AbenteuerHallen Kalk

Partner sind: KUNSTHAUS KAT18 / raumlaborberlin / Prof. Markus Dederich Universität zu Köln